Modelle

Racing News
Supermoto-Cup

Aprilia-Supermoto-EURO-Finale 2008 in Castelletto/Italien

29.09.2008 - Aprilia-Italien hatte zum zweiten Male Cup-Fahrer aus allen Nationen - diesmal nach Castelletto di Branduzzo (südlich von Mailand) - zum großen europäischen Wettstreit geladen.

Der Deutschland-Cup war mit den Piloten Michael Tirler, Markus Mathis (beide aus Österreich) sowie Simon Lange und Andreas Huber vertreten. Das Team Grebenstein wollte eigentlich mit Lukas Wolf und Tommy Brandt dabei sein, sagte wegen Wolfs Verletzung beim Cup-Finale aber ab. Inklusive aller italienischen Gaststarter (auch solcher aus der italienischen A-Meisterschaft) teilten sich knapp 60 Piloten das Fahrerlager der herrlichen Strecke von Castelletto. Während das sehr griffige und abwechslungsreiche Asphalt-Band die Fahrer begeisterte, fand der langsame und anspruchslose Offroad-Part aus grobem Schotter keinen Befall.

Nach dem Training in zwei Gruppen ergaben sich zwei unterschiedlich starke Startfelder. Andreas Huber erreichte in der „starken Gruppe A“ einen tollen fünften Startplatz. In den beiden Rennläufen wurde er einmal Achter, einmal Fünfter, in der Gesamtwertung Sechster. Grandios auch die Vorstellung des erst 15-Jährigen im Super-Finale, in dem er unter den besten 30 Fahrern des Wochenendes toller Fünfter wurde.

Bei den anderen drei Cup-Piloten im B-Feld lief es unterschiedlich gut: Markus Mathis stand als Vierter in Reihe eins, Simon Lange als Achter direkt dahinter. Pech für Michael Tirler, der im einzigen Zeittraining ein Problem hatte und keine Trainingszeit erzielen konnte – also letzter Startplatz ganz hinten! Doch das hinderte den langen Tiroler nicht an einer grandiosen Aufholjagd, die erst auf Platz sieben endete. Doch da Tirler im Zuge seines Vorwärtsdranges sich einmal verbremste und eine Schikane nicht ordnungsgemäß passierte (ohne jeglichen Vorteil, wohlgemerkt), wurde er kurzerhand disqualifiziert. Louis Hamilton erging es in Spa deutlich gnädiger. Dafür freuten sich die Kollegen Mathis und Lange über die Ränge fünf und sechs. In Lauf zwei war die Entschlossenheit von Michael Tirler umso größer: Erneut schnupfte er mit den kalr schnellsten Rennrunden einen Teilnehmer nach dem anderen, um in der letzten Runde mit einer kompromisslosen Aktion im Offroad-Teil auf den zweiten Platz vorzustoßen (wörtlich zu nehmen). Dieser tumultartigen Aktion fiel leider auch der bis dahin drittplatzierte Simon Lange zum Opfer, der dann „nur“ Fünfter wurde. Mathis kam als Achter ins Ziel. In der Gesamtwertung beider Rennen war Simon Lange Vierter und damit bester deutscher B-Pilot.