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Superbike-WM

SBK Lauf Assen - Leon Camier holt mit Platz 3 seinen ersten Podestplatz.

05.05.2010 - Leon Camier holt mit Platz 3 seinen ersten Podestplatz in der Superbike Weltmeisterschaft. Auf der für ihn neuen Strecke von Assen zeigt der junge Engländer keinen Respekt vor großen Namen. Max Biaggi sammelt in beiden Läufen weitere wichtige Punkte in der Gesamtwertung.

ASSEN 1. LAUF

ERSTES PODIUM FÜR LEON CAMIER, PLATZ 3 IM ERSTEN LAUF FÜR DAS APRILIA ALITALIA TEAM. MAX BIAGGI SAMMELT WEITER WICHTIGE PUNKTE.

Diesmal war es Leon Camier, der mit seinem 3. Platz in der SBK Weltmeisterschaft erstmals auf dem Podium stand. Von Position fünf in der Startaufstellung kam der junge Engländer sehr gut ins Rennen. Leon kämpfte in einer starken Gruppe von sieben Fahrern dicht hinter Corser (BMW), der lange Zeit das Rennen anführte. Zum ersten Mal in Assen, hatte sich Camier schnell mit der schwierigen Strecke angefreundet. Mit nur 1.248 Sekunden Rückstand auf den Sieger Chris Rea (Honda) und 0,142 Sekunden hinter Toseland (Yamaha), erzielte Camier einen hervorragenden 3. Platz

Biaggi erwischte von elften Startposition einen glänzenden Start, blieb jedoch in der Verfolgergruppe dicht hinter der Spitze hängen. Nur 2,8 Sekunden lagen am Ende zwischen ihm und dem Sieger. Corser landete mit 0,75 Sekunden vor Biaggi auf Platz 5. Max konnte in diesem Lauf trotzdem wichtige Punkte für die Gesamtwertungen mitnehmen und verkürzte zunächst den Abstand zum Führenden in der Meisterschaft, Leon Haslam, auf 13 Zähler.

ASSEN 2. LAUF

MAX BIAGGI HOLT WEITERE PUNKTE FÜR DIE GESAMTWERTUNG.
LEON CAMIER MACHT GROSSE FORTSCHRITTE – TROTZ STURZ EIN STARKER AUFTRITT

Im zweiten Lauf zur Superbike-Weltmeisterschaft lief es für Max Biaggi deutlich besser. Biaggi belegte auf seiner Aprilia RSV4 einen guten vierten Platz, hinter Rea, Haslam und Toseland. Haslam (Suzuki) konnte mit seinem zweiten Platz in diesem Lauf den Abstand von 20 Punkten zwar wiederherstellen, doch Biaggi bleibt ihm auf den Fersen.

Für Leon Camier war es ein hartes Wochenende, eigentlich zum vergessen: im ersten Lauf erzielte Camier den ersten Podestplatz seiner noch jungen Karriere in der Superbike WM. Auch im zweiten Rennen zählte Camier wieder zu den Top-Fahrern. Ohne jeden Respekt vor großen Namen mischte er in der Spitzengruppe mit. Auch die für ihn neue Strecke von Assen ließ in völlig kalt. Camier verteidigte hartnäckig Platz 3. Dann die vorletzte Runde, Camier stürzt, blieb zum Glück unverletzt.

Nach den beiden Läufen in Assen hat Aprilia den italienischen Konkurrenten Ducati von Platz 2 verdrängt und liegt nur noch 14 Punkte hinter Suzuki.

Max Biaggi fasste sein Wochenende nach dem Rennen zusammen: „Wenn ich darüber nachdenke, wie das Wochenende begann, fahre ich jetzt doch zufrieden nach Hause. Mit all den Problemen, die wir im Training und während der Superpole hatten. Dazu kommt mein elfter Platz in der Startaufstellung. Auf einer Strecke wie in Assen, wo du nur sehr schwer überholen kannst, ist das keine gute Ausgangsposition. Im ersten Lauf musste ich kämpfen, um das Tempo zu halten. Im zweiten Durchgang lief es insgesamt besser, bis ein Problem an meiner RSV4 auftrat. Das Problem muss ich bei den anstehenden Test in Misano präzise analysieren. Die Saison ist lang und jeder Punkt ist wichtig“.

„Mit dem ersten Lauf kann ich zufrieden sein“, bemerkte Leon Camier, „mein erster Platz auf dem Treppchen. Doch mein Abflug ich im zweiten Lauf, nur zwei Runden vor Schluss, wurmt mich. In der zweiten Rennhälfte war ich richtig schnell, die Slicks wurden zwar etwas rutschig, doch diesem Problem hatten die anderen Fahrer auch zu kämpfen. Leider habe ich hinter Toseland zu viel Zeit verloren; er fuhr eine ziemlich komische Linie und war deshalb schwer zu überholen. Als ich auf dem dritten Platz lag, sah ich, dass der Abstand zu Haslam geringer wurde. Ich wollte an ihn rankommen und war deshalb immer spät auf der Bremse, dann ist mein Vorderrad eingeklappt und ich war draußen. Na gut! Ich sollte es vielleicht so sehen – das Glas ist halb voll: wir haben gute Arbeit geleistet, das ganze Wochenende haben wir weitere Fortschritte gemacht. Das hilft mir jetzt zwar nicht, bringt uns aber Vorteile für die nächsten Rennen. Am kommenden Wochenende werden wir in Misano testen, das wird mir helfen, noch mehr Vertrauen in meine Aprilia zu bekommen.