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ADAC Junior Cup

ADAC JUNIOR CUP - Die Rennfahrerschule des ADAC – vier Tage mit dem Nachwuchs in Magione

22.07.2010 - Magione, 28. – 31.3.2010: auf der Rennstrecke von Magione/ Italien trafen sich die ADAC Junior Cup Fahrer mit ihren Aprilia RS 125 zu ihrem ersten gemeinsamen Roll-Out und ihre Vorbereitung auf die Saison 2010. Bereits zum zehnten Mal war die Rennstrecke von Magione/ Italien Austragungsort für das Auftakttraining des ADAC Junioren.

Seit 1993 wird der ADAC Junior Cup erfolgreich durchgeführt. Er ist für serienmäßige Motorräder bis 125 cm³ mit maximal 35 PS ausgeschrieben.

Das gesamte Starterfeld vertraut auf die Aprilia RS 125. Die Aprilia RS 125 sorgt für echtes Rennsport-Feeling; sie sieht der RSR 125, der Aprilia-Werksrennmaschine, zum verwechseln ähnlich. Die beim Cup eingesetzten Motorräder aus der Serienproduktion dürfen nur im Rahmen des Reglements modifiziert werden. Das sorgt für Chancengleichheit und hält die Kosten überschaubar.
42 Nachwuchspiloten und sechs Amazonen treten 2010 in der international ausgeschrieben Meisterschaft „ADAC Junior Cup“ an. In acht Rennen kämpfen sie um den begehrten Titel. Sieben Rennen werden im Rahmen der Internationalen Deutschen Meisterschaft / IDM ausgetragen. Ein weiterer Lauf, das absolute Saison-Highlight, findet auf dem Sachsenring im Rahmen des deutschen Motorrad GP vom 16. – 18. Juli 2010 statt.

Doch vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Wer am ADAC Junior Cup teilnimmt, geht durch eine gute Schule. Beim ADAC Junior Cup wird nichts dem Zufall überlassen.
Hinter dem ADAC Junior Cup stehen erfahrene Leute: Ernst Bernecker, Sportleiter des ADAC in München, ist seit 20 Jahren dabei. Er ist verantwortlich für die Administration und Organisation. Hans Raab, ebenfalls Urgestein beim ADAC Junior Cup, vertritt den DMSB und kümmert sich darum, dass das technisch Reglement eingehalten wird. Karl Schuhardt, als Betreuer und „Lehrer“, kümmert sich um alle Fragen auf und neben der Rennstrecke. Für seine jungen Wilden ist er der Karl - und Karl hat die Ruhe weg. Er weiß mit den Jugendlichen umzugehen. „Ruhe, jetzt rede ich“, erhebt er väterlich seine Stimme, wenn es darum geht, Gehör zu finden. Es ist manchmal nicht ganz einfach einen Sack Flöhe zu hüten, aber Disziplin gehört zu einem erfolgreichen Rennfahrerleben nun mal dazu.

Bevor es das erste Mal raus auf die Rennstrecke geht, erklärt Karle den jungen Rennfahrern alles, was für sie und ihre Zukunft wichtig ist. Von „A wie Anlassen“ bis „Z wie Zielflagge“ wird kein Detail ausgelassen. Dafür steht das Einführungstraining in Magione. Theoretischer Unterricht, Fahren auf der Rennstrecke, anschließende Fahrer-Besprechung und viele Themen rund um den Rennsport wechseln sich hier ab.

„Habt ihr alles verstanden“, will Karl wissen. „Also denkt daran was ich euch gesagt habe, ihr fahrt immer schön hintereinander, keiner überholt, ihr folgt der Linie eures Instruktors. Habe ich mich klar ausgedrückt“, fasst er nochmal zusammen. Dann geht es zum ersten Mal auf die Strecke.
Dario Giuseppetti und Bernhard Absmeier stehen bereit, um die Jungs und Mädels in ihre Obhut zu nehmen. Natürlich gibt es Unterschiede im Fahrkönnen. Einige Kids kommen aus dem Mini Bike Cup, andere haben ihre ersten Erfahrungen auf einem Crosser gemacht, viele von ihnen sitzen zum ersten Mal auf einem richtigen Motorrad.

Dario und Bernd sind erfahrene Rennfahrer und Instruktoren. Beide haben ihre Karriere selbst im ADAC Junior Cup begonnen. Beide waren in der Motorrad- Weltmeisterschaft am Start. Dario fährt 2010 in der deutschen Superbike Meisterschaft. Bernd hat mittlerweile den Helm an den Nagel gehängt, konzentriert sich auf seinen Beruf. Für den Nachwuchs nehmen sich die beiden viel Zeit.
Zum ersten Mal geht es in kleinen Gruppen raus auf die Strecke. Die Joungster sind sichtlich nervös. Gespannt auf das, was sie erwartet. Die beiden Instruktoren fahren zunächst recht langsam voraus, zeigen die Ideallinie und beobachten ihre Schäfchen. Nach etwa zehn Runden kommen alle zurück an die Box. Die Gruppen werden neu zusammengestellt. Sie sollen möglichst homogen, denn es soll allen Spaß machen, keiner soll sich in seiner Gruppe unter- oder überfordert fühlen. Sicherheit ist oberstes Gebot.

Auch bei den folgenden Turns bekommt man nicht den Eindruck, dass man auf einer Rennstrecke ist. Doch das soll sich bald ändern. Zunächst geht es nicht um die Erzielung möglichst kurzer Rundenzeiten. Beim Einführungslehrgang in Magione lernen die jungen Piloten die Grundlagen des Rennfahrens, und dazu muss man nicht unbedingt schnell fahren.
Runde für Runde führen Bernd und Dario die Gruppen an, zeigen immer wieder die Ideallinie, die richtige Sitzhaltung und beobachten ihre Schüler. Auch Karl hat vom Streckenrand ein wachsames Auge auf seine Truppe. Zwischen jedem Turn findet in der Box eine kurze Fahrerbesprechung statt. Zu spät kommt gibt es nicht für Karl. Pünktliches Erscheinen ist genauso wichtig, wie Ordnung und Disziplin. Da sitzen sie im Halbkreis in der Box. Die kleinen Rossis und Biaggis oder wie ihre großen Vorbilder auch immer heißen. Gespannt warten sie, was Karl und die Instruktoren ihnen über ihre letzen Runden zu

Viele weitere Informationen und Tipps zum ADAC Junior Cup finden sie auch unter:
www.adac-motorsport.de
Text und Bilder: Ansgar Schauerte

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