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Max Biaggi

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SBK 2011 Monza - ENTSCHEIDUNG DER RENNLEITUNG VEREITELT BIAGGI-SIEG IN MONZA

09.05.2011 - In sehr guter Verfassung präsentierte sich Max Biaggi mit seiner Aprilia RSV4 bei der 4.Runde zur Superbike WM in Monza. Jedoch wurde dem Römer, nach einem 2. Platz im ersten Rennen, der sichere Sieg im 2. Rennen aufgrund einer Durchfahrtsstrafe vereitelt. Ein herber Schlag für den amtierenden Weltmeister und das Aprilia Alitalia Racing Team im Kampf um die Weltmeisterschaft 2011.
Monza, 8. Mai 2011 – Italien und die Tifoso sollten feiern. Ein guter 2. Platz im ersten Rennen, hinter einem entfesselt fahrenden Eugene Laverty, machte den Römer noch nicht wirklich glücklich. Fest entschlossen, als Sieger ins Ziel zu kommen, ging Max ins zweite Rennen des Tages, welches er dann aufgrund einer Durchfahrtsstrafe nur als Achter beenden konnte. Dennoch, Max und Aprilia konnten wichtige Punkte im Kampf auf den Führenden Carlos Checa gut machen.
Biaggi kam im zweiten Rennen als erster aus Runde 1. Bereits nach wenigen Runden betrug sein Abstand auf die Verfolger über 5 Sekunden. Dann die 11. Runde: Biaggi nutzt nach einen Verbremser aus Top Speed den Notausgang in der Schikane am Ende der Zielgeraden. Er reduziert sein Tempo deutlich, schaut sich nach den Verfolgern um und beschleunigt wieder auf die Strecke. Die Rennleitung verhängt daraufhin eine Durchfahrtstrafe nach der sich Biaggi als Zwölfter wieder ins Feld einreiht. Es gilt keine Punkte zu verschenken. Platz 8 ist nach einer bravourösen Aufholjagd des Römers das Endergebnis. Die Entscheidung der Sport-Kommissare hat Max und dem Team einen sicheren Sieg und wichtige Punkte gekostet.
„Es ist eine riesen Enttäuschung für mich und das gesamte Team. Wir waren optimal vorbereitet. Ich glaube, das haben wir im Rennen gezeigt. Sicher, muss ich diese strenge Entscheidung akzeptieren. Die Schuld liegt bei mir. Ich war nicht clever genug, ich hätte eine bestimmte Linie nicht überfahren dürfen. Jetzt müssen wir uns neu aufstellen und die kommenden Rennen konzentriert angehen. Aber die Saison ist zum Glück noch lang“.
So lautete Biaggi´s Kommentar zu einem Wochenende, das trotz allem gezeigt hat, wie stark der Weltmeister und das Aprilia Alitalia Racing Team, unter der Führung von Aprilia Sport und Technik Direktor Gigi Dall´Igna, einzuschätzen ist: „Sport-Kommissare sind da, um Entscheidungen zu treffen. Wir müssen die Entscheidungen respektieren und letztendlich die Strafe, die ausgesprochen wurde, in Kauf nehmen. Trotzdem, möchte ich die Entscheidung nicht einfach stillschweigend hinnehmen. Aus sportlicher Sicht, hat sich Max in der Schikane keinen Zeitvorteil verschafft. Max hatte ein Problem bei Tempo 330 km/h: er wollte einen Sturz vermeiden und kam hinter der Schikane zurück auf die Strecke. Alles in allem sicher eine ziemlich brenzlige Situation, bei der man dann noch auf irgendwelche Begrenzungslinie achten soll. Das Team hat sich für die Rennen hier in Monza extrem ins Zeug gelegt, deshalb ist die Enttäuschung bei uns heute umso größer. Wir werden jetzt weiter hart für unsere Ziele arbeiten, wie wir es immer tun. Denn, die Meisterschaft ist bis zum Ende offen“, schließt Dall´Igna seinen Kommentar.
Auch für Leon Camier lief das Wochenende in Monza nicht nach Wunsch. Im ersten Rennen musste der junge Engländer mit Platz 8 Vorlieb nehmen. Rennen 2 ging Leon ausgesprochen selbstbewusst an. Von Startplatz 10 kam er als Vierter aus der ersten Runde, zog zwei Runden später auch an Corser und Haga vorbei. Das bedeutete die Doppelführung für das Aprilia Alitalia Racing Team. Bis zur siebten Runde ließ Camier keinen Zweifel aufkommen, dass er diese Position auch ins Ziel bringen wollte. Doch in Runde 7 ging seine Aprilia in Lesmo 2 übers Vorderrad weg.
„Der Start war gut, die erste Kurve war gut, ich fühlte mich gut“, sagte Leon. „Ich brauchte ein paar Runden, um auf Platz 2 zu gelangen. Dann war alles perfekt. Ich hab nicht mal besonders Druck gemacht, hab nur darauf geachtet, schön im Fluss zu bleiben. Mitte Lesmo 2 habe ich die Bremse aufgemacht, dabei ist mir das Vorderrad eingeklappt. Sorry - ich muss mich dafür bei meinem Team entschuldigen. Ein Podestplatz wäre definitiv drin gewesen. Nach all den Rennen, bei denen wir nur Pech hatten, wäre das ein versöhnliches Ergebnis gewesen. Jetzt müssen wir uns auf die Rennen in Miller Park vorbereiten und hoffen, dass sich unser Schicksal dreht“.

Leon Camier

Leon Camier

Max Biaggi

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Leon Camier

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