Racing News
Supermoto-DM
Der MICHI HERRMANN-BLOG: Notitzen aus der Supermoto S1-Klasse
17.05.2008 -

11.05.: Auf und Ab in Magdeburg...
Bei erneut wunderschönem Racing-Wetter fand am Pfingstwochenende der zweite Lauf zur Supermoto-DM statt. In der Stadtmitte von Magdeburg baute man - direkt am Elbufer um die alte Stadthalle - einen sehr selektiven aber auch spektakulären Stadtkurs auf, gespickt mit einen recht guten Offroad-Teil mitten in einem Stadtpark.
Der Samstag fing eigentlich recht gut an: die ersten beiden freien Trainings waren von den Zeiten und meinem Gefühl auf der Strecke sehr gut. Wir brauchten in den Trainings von unserem Grund Setup nicht wirklich viel verändern. Der erste Teil des Zeittrainings war dann auch ganz ordentlich. Leider hatte ich keine ganz freie Runde. Gerade wollte ich noch mal Jagd machen auf eine bessere Runde machen, kam auch schon die rote Fahne Abbruch des Trainings. Zwei Fahrer waren gestürzt und jede Menge Flüssigkeit auf der Strecke. Dann ging es weiter, alles war gut und sollte nach einer schnellen Runde aussehen, bis zum Ausgang des Offroad-Teils, als wieder beschleunigen wollte und nur noch einen rutschenden Antrieb hatte. Es fühlte sich an wie eine defekte Kupplung, also gleich raus in die Box und die Lage checken. Meine Mechaniker suchten eifrig, aber wir konnten
auf die Schnelle nichts finden. Ich hatte noch 4 Minuten Trainingszeit, versucht, mit dem nicht abgestimmten, zweiten Motorrad eine schnelle Runde zu fahren. Aber mit der fehlenden Abstimmung und jeder Menge Verkehr blieb nur Platz 6. Das war nicht das, was ich wollte.
Am Sonntagmorgen stand eine frisch revidierte, kampfbereite Aprilia für das Warm-up bereit. Voller Motivation drehte ich eine bessere Zeit als der Pole-Setter am Samstag: 1.03.376 (Polezeit: Markus Volz: 1.03.781). Dies stimmte uns wieder recht optimistisch. Jetzt musste ich mir noch Gedanken machen, wie ich aus der zweiten Reihe schnell nach vorn komme. Der Start war an sich war ok, in der ersten Kurve war „dichter Verkehr“, ich verlor sogar eine Position. Runde für Runde konnte ich mich von Platz sieben nach vorn kämpfen. Gerade als ich den Viertplazierten im Offroad-Part überholen wollte und eigentlich schon vorbei war, riss mein Gaszug! Somit rollte ich mit Standgas ziemlich frustriert bis zur Helferbox.
Zum Zweiten Lauf war ich daher noch mehr motiviert und wollte es allen zeigen! Der Start war dies Mal noch schlechter, als Achter kam ich aus der ersten Runde. Voller Wut im Bauch überholte ich einen nach dem anderen. Meine Überholvorgänge legte ich meistens in den Offroad-Teil. An dritter Stelle liegend musste ich erst eine kleine Lücke zu Künzel und Volz
zufahren, zwei Runden später schnappte ich mir dann erst Künzel im offroad, dann Volz zwei
Runden später. Jetzt war ich Erster und ich dachte mir: „nur locker bleiben“. Dabei konnte mich sogar ein wenig absetzen: Aber das Glück blieb nicht lange mein Beifahrer: In Linkskurven fühlte sich mein Motorrad plötzlich so komisch an. Erst hatte ich den Verdacht eines schleichenden Plattfußes, versuchte, ohne Sturz durchzuhalten. Kurz vor Ende musste ich Volz leider noch durchlassen.
Nach der Freude über den zweiten Platz kam die Neugier, was da jetzt los war?? Als mein Team Chef und mein Mechaniker sich das Motorrad genauer ansah, stellten sie fest, das der Überlaufbehälter voll war aus einem nicht bekannten Grund seine Flüssigkeit auf das Rad spritzte. Schade, aber: that´s racing. Immerhin blieb mir die schnellste Runde des Wochenendes: 1.02.963. Bis zum nächsten Mal nach Großenhain in 5 Wochen.
Bis zum nächsten Mal
Euer Michi Hermann # 5
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27.04.08: Endlich: Saison-Start 2008 in Saarbrücken!
Nach dem erfolgreichen Test-Rennen in Österreich ging es an diesem Wochenende zum
ersten Supermoto-DM-Lauf nach Saarbrücken auf die
Saarterrassen - bei wunderschönstem Renn-Wetter...!
Hoch motiviert und voller Vorfreude fuhr ich am Samstag nach Saarbrücken. Die Anreise war zwar lang, sollte sich aber lohnen. Jetzt ging es los: das erste Training in Deutschland auf meiner neuen Aprilia! Nach dem ersten Training wollte ich unbedingt wissen, wo wir stehen. Deshalb habe ich mir im ersten Training ziemlich viel Druck gemacht.
Da der Auftakt als Ein-Tagesveranstaltung organisiert war, gab es einen engen Zeitplan, alles musste passen. Nach dem freien Training änderte mein Team ein paar Einstellungen, damit konnte ich im Zeittraining gleich mal 1,5 Sek. schneller fahren. Das reichte für Platz vier und Reihe eins in der Startaufstellung neben Jürgen Künzel, Markus Volz und Bernd Hiemer.
Der Start zum ersten Lauf war nicht ganz so gut, aber immer kam bin ich als Dritter in die erste Kurve und konnte mich gleich hinter Hiemer und Künzel einreihen. Ich machte dann
mächtig Druck auf Künzel und hatte das Gefühl, schneller zu sein. Nur ist das Überholen auf diesem engen Kurs so schwer, dass es ohne Fehler von Jürgen keine echte Chance auf ein Überholmanöver gab. Beim zweiten Lauf kam ich erneut als Dritter hinter Hiemer und Volz vom Start. Immerhin einen Platz gut gemacht. Wie im ersten Lauf gab es auch hier keine echte Überhol-Chance, so dass ich erneut als Dritter die Zielflagge sah.
Zum Superfinale wollte ich noch mal ein richtig schönes Rennen fahren. Aber das
sollte nicht sein. Schon am Start fand ich außen keine Lücke und musste mich „anstellen“. In Runde drei kollidierte ich eingangs vom Offroad-Teil mit ein paar anderen Fahrern und verbog mir dabei meinen Handprotektor. So blieb der Kupplungshebel immer wieder hängen, nach zwei Runden löste sich der Hebel gar nicht mehr. Ich musste anhalten und ihn wieder zu befreien. Dann startete ich wieder eine Aufholjagd, bis ich auf einen etwas langsameren Suzuki-Piloten traf, den ich ausgangs einer Schikane überholen wollte. Genau in dem Moment, als ich zum überholen ansetzte, touchierte er die Bordsteinkante. Das Suzuki- Hinterrad versetzt hart, und ich fuhr mit voller Wucht auf. Danach ging´s dann nur noch auf dem Bauch weiter - mit Motorrad auf mir. Zum Glück war alles viel weniger schlimm als es aussah, aber das Superfinale war natürlich gelaufen.
Im Großen und Ganzen war Saarbrücken ein schönes, erfolgreiches Wochenende: Ich bin Zweiter der S1-Meisterschaft, wir sind gut dabei. An dieser Stelle möchte ich noch ein großes Lob an mein Team und meine Freundin aussprechen – alle haben super mitgezogen, wir haben viel Spaß gehabt. Das nächste Mal hört Ihr von mir nach dem Rennen in Magdeburg.
Euer Michi Herrmann #5
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20.04.08: Erstes Rennen mit der V2-Aprilia
Nach intensiver Test-Phase den Winter über ging es am letzten Sonntag, dem 20.4.08, in Wildenau zum Supermoto-Intercup bei wunderschönen sonnigen Renn-Wetter endlich los.
Nun sollte sich herausstellen ob wir den Winter über gut gearbeitet haben und entsprechend
vorbereitet sind.
Um 10.00 am Sonntag morgen ging es los mit dem ersten freien Training. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gespannt und nervös ich war. Immerhin ist dies die General-Probe für das kommende Wochenende in Saarbrücken. Aber eigentlich hatte ich ein gutes Gefühl - was sich im ersten Training auch bestätigte sollte: Mit der zweitschnellsten Zeit in der S 1.
Da war ich schon halbwegs zufrieden, aber eigentlich ging noch ein bisschen mehr ....
Für das Zeittraining änderte mein Team (HP-Moto) um Peter Öttl, Hans und Markus noch einiges an meiner Aprilia. Und so konnte meine Zeit noch mal toppen und mir die Pole
sichern (trotz unfreiwilligem, heftigem Abstiegs in der letzten Runde). Somit gönnte ich meinem Team keine Pause, da die SXV ordentlich beschäftigt war. Pünktlich zum ersten Lauf standen wir wieder am Start. In der Warm-up-Runde merkte ich schon, dass die Kupplung ein bisschen Probleme machte, aber dachte mir nichts dabei, was sich beim Start zum ersten Lauf dann doch als größeres Problem heraus stellen sollte.
So konnte ich den ersten Start nicht optimal durchziehen und musste mich als Dritter hinter Schruff und Künzel einreihen. Beide konnte ich gleich in der ersten Runde gleich im Offroad-Teil überholen. Das angesprochene Problem mit der Kupplung verfolgte mich das ganze Rennen, so dass ich ein paar Runden vor Schluss noch Bolsec überholen lassen musste.
Zum zweiten Lauf war alles perfekt: die Probleme aus dem ersten Lauf wurden beseitigt, meine Nervosität war auch weg – so gelang mir also der Sieg und eine persönliche schnellsten Runde zum Wochenende. Die Freude bei meinem Team und meiner mitgereisten Familie war natürlich groß. Mit dem Tagessieger wurde es leider nichts, da es in Österreich ein paar andere Regeln gibt als im Rest der Welt: Die schnellste Gesamt-Zeit aus beiden Läufen war entscheidend, so gewann Bolsec mit 2 Zehnteln Vorsprung! Schade, aber demnächst gewöhne ich mir an, das Reglement vorher zu lesen...!
Bis zum nächsten Mal
Euer Michi Hermann # 5
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15.- 17.02.2008: Erster Test in Ottobiano/Italien
Die Aprilia und das Team HP-Moto haben meine Erwartungen weit übertroffen. Es war für mich wichtig, das Motorrad und das Team an den beiden Tagen gut kennen zu lernen. Der erste Ausritt am Donnerstag morgen war noch ein wenig holprig, aber schnell habe ich mich an die V2-Aprilia gewöhnt und ein gutes Gefühl dafür entwickelt. Hans Steinmassl war schwer bemüht, mir das Motorrad optimal einzustellen, sodass es immer besser wurde. Dazu noch die Super-Tipps meines neuen Teams Chef Peter Öttl für die richtige Linienwahl - und alles lief schon mal richtig rund. Fazit des ersten Tests: Ich habe ein unglaublich gutes Gefühl mit der Aprilia und dem neuen Team! Nach dem zweiten Test-Tag war mit endgültig klar, dass wir noch viel Potenzial haben!
Bis zum nächsten mal
Euer Michi Herrmann #5
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